Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

Das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum schreibt das Jahresprogramm zum Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) jährlich neu aus. Grundlage der Ausschreibung ist die Verwaltungsvorschrift zum ELR vom 9. Juli 2014, ergänzt am 19. April 2016.


Ziel des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum ist die nachhaltige strukturelle Verbesserung in Gemeinden vor allem des Ländlichen Raumes. Dabei gilt es, die ökologische und soziale Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstützen, die Lebens- und Arbeitsbedingungen weiterzuentwickeln, den demografischen Veränderungen zu begegnen, die dezentrale Wirtschaftsstruktur des Landes zu stärken, der Abwanderung entgegenzuwirken, den Strukturwandel zu begleiten und dabei sorgsam mit den natürlichen Lebensgrundlagen umzugehen.

 

Förderung und Förderungsbereiche:

Die novellierte ELR-Richtlinie soll bei der Bewältigung der demografischen Herausforderungen gezielt unterstützen. Es sollen die Ortskerne gestärkt werden und Leerstände im Ortskern vermieden werden. Darüber hinaus wird die ökologische Komponente des ELR gestärkt. Gefördert werden Projekt von Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen.


Für die Teilorte Laiz, Jungnau, Gutenstein, Ober- und Unterschmeien kann eine Förderung grundsätzlich in allen Förderbereichen (s. Förderschwerpunkte) erfolgen.

Für die Kernstadt Sigmaringen ist aufgrund der bestehenden städtebaulichen Sanierungsgebiete eine Förderung über das ELR für den Bereich "Wohnen" nur außerhalb der abgegrenzten Sanierungsgebiete möglich.

 

Förderschwerpunkte:
Die Förderung von Investitionen wird auf folgende Schwerpunkte konzentriert:


·         Förderschwerpunkt „Wohnen“

Erhaltung und Stärkung der Ortskerne insbesondere durch Umnutzung vorhandener Bausubstanz, Maßnahmen zur Erreichung zeitgemäßer Wohnverhältnisse (umfassende Modernisierung), ortsbildgerechte Neubauten in Baulücken, Verbesserung des Wohnumfelds, Entflechtung unverträglicher Gemengelagen und Neuordnung mit Baureifmachung von Grundstücken.

·         Förderschwerpunkt „Grundversorgung“
Sicherung der wohnortnahen Grundversorgung mit Waren und privaten Dienstleistungen.

·         Förderschwerpunkt „Arbeiten“
Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen zum Erhalt der dezentralen Wirtschaftsstruktur sowie zur Sicherung und Schaffung von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen vor allem in Verbindung mit der Entflechtung unverträglicher Gemengelagen, der Reaktivierung von Gewerbe- und Militärbrachen, einschließlich vorbereitender Maßnahmen wie Baureifmachung von Grundstücken und die dazu notwendige innere Erschließung von Gewerbegebieten.

·         Förderschwerpunkt „Gemeinschaftseinrichtungen“
Schaffung und Anpassung von Gemeinbedarfseinrichtungen.

 

Hinweis:

Nach Abgabeschluss ist mit ca. 6 Monaten bis zur Bewilligung zu rechnen. Die Projekte dürfen nicht vor Förderzusage begonnen werden.

 

Informationen zum Programm "Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg" finden Sie hier.

 

Ihr(e) Ansprechpartner

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Spindler, UlrikeRathaus, 2.0207571/106-172