Schließung des Standortes Sigmaringen

Durch die Bekanntgabe des Bundesministers für Verteidigung vom 26.10.2011 steht die Schließung der Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen endgültig fest. Damit wird der Standort spätestens zum IV. Quartal 2015 aufgelöst. Insgesamt sind rund 1.500 Soldatinnen und Soldaten, sowie zivile Beschäftigte von dieser Schließung betroffen.

Das Kasernengelände wurde zwischenzeitlich von der Bundeswehr auf die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) übertragen, die für die Verwertung des Geländes verantwortlich ist. Allein auf der Gemarkung Sigmaringen handelt es sich um eine Fläche von rd. 129 ha, von der rd. 67 ha bebaut sind. Hinzu kommen 25 ha auf Gemarkung der Gemeinde Bingen und 61 ha auf Gemarkung der Gemeinde Sigmaringendorf.

Am 2. Mai 2013 unterzeichneten die Bürgermeister von Bingen, Sigmaringen und Sigmaringendorf und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) die erste Rahmenvereinbarung für eine Konversionspartnerschaft in Baden-Württemberg. Die Vereinbarung regelt die Zusammenarbeit zwischen den drei Gemeinden im Landkreis Sigmaringen und der Bundesanstalt bei der Konversion der Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Aktivitäten steht die Konversion der Graf-Stauffenberg-Kaserne und dem danebenliegenden Offiziersheim mit einer Gesamtfläche von ca. 215 ha.

Übersichtsplan der Graf-Stauffenberg-Kaserne (zum Vergrößern bitte anklicken)

Übersicht Kasernengelände

Die Umsetzung der Aufgaben, die nunmehr im Zuge dieses Prozesses auf die Stadt zukommen, erfordern einen enormen Kraftakt und stellen eine große Herausforderung für die Stadt Sigmaringen dar, sind aber gleichzeitig eine große Chance.

Gemeinsam die Entwicklung planen

Ziel wird es sein, auf dem frei werdenden Gelände möglichst langfristige und nachhaltige Entwicklungsmöglichkeiten für die Stadt zu eröffnen. Hierfür bedarf es im ersten Schritt gemeinsamer Anstrengungen von Stadt und Bürgerschaft, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden hierfür Ideen zu sammeln.

Bereits am 23. November 2011 hat der Gemeinderat der Stadt Sigmaringen entschieden, dass das freiwerdende Gelände so gestaltet werden soll, dass in erster Linie die wegfallenden Arbeitsplätze kompensiert werden. Innovative Unternehmen werden hervorragende Geschäftsbedingungen vorfinden. Weitere Nutzungen für Wohnen aber auch für ökologische Begleitmaßnahmen sind heute nicht ausgeschlossen. Das Gebiet eignet sich nach bisherigen Erkenntnissen jedoch nicht für Windenergieanlagen.

Derzeit wird für den Konversionsraum, an dem 9 Gemeinden beteiligt sind, von erfahrenen Fachbüros ein kommunales Entwicklungskonzept (KEK) erarbeitet. Am Ende dieses Ideenfindungsprozesses unter Beteiligung der Bürgerschaft und aller wichtigen Akteure auf lokaler und regionaler Ebenen sollen abgestimmte Vorschläge für zukunftsweisende, realisierbare Nachfolgenutzungen der Bundeswehrliegenschaften stehen.

Es bleibt jedoch nach wie vor Aufgabe der Stadt für das Kasernengelände ein eigenes Entwicklungskonzept zu erarbeiten. Als Entscheidungsgrundlage hierfür hat das Büro Drees & Sommer im Auftrag der Stadt eine Potentialanalyse gefertigt. Diese wurde auf Grundlage einer Bestands- und SWOT-Analyse erstellt. Die Bestandsanalyse beinhaltet die Bewertung des Gebäudebestandes, der Infrastruktur und der Außenanalgen als Basis für die Erarbeitung der Nutzungsideen sowie für die zukünftige Vermarktung der Flächen und Gebäuden.

Im Ergebnis zeigt diese mehrere Entwicklungsszenarien mit Nutzungsschwerpunkten auf, aus denen die weiteren Planungen abgeleitet werden sollen.

Der Gemeinderat hat am 29. April 2014 der entwickelten „Vorzugsvariante“ zugestimmt. Die hier vorgesehenen unverbindlichen Nutzungseinheiten sind auf dem Lageplan ersichtlich.

Lageplan Vorzugsvariante


Projektgruppe Konversion

Innerhalb der Verwaltung der Stadt Sigmaringen wurde zur Koordination der Aufgaben eine Projektgruppe gebildet, in der die laufenden Prozesse gesteuert werden. Sie setzt sich aus dem Bürgermeister Thomas Schärer, dem Ersten Beigeordneten Bernt Aßfalg, dem Stadtbaumeister Thomas Exler und Herrn Erwin Mittelberger, Fachbereich Liegenschaften, zusammen. Diese Projektgruppe wird durch ein Fachbüro begleitet, welches Erfahrung in der Abwicklung von Konversionen vorweisen kann. 

Ihre Meinung, Anregungen, Vorschläge

Wir freuen uns auf alle Anregungen, Ideen und Vorschläge. Diese werden dann mit Fachleuten und Experten geprüft und bewertet und dem Gemeinderat vorgetragen.

 

Ansprechpartner:

Maren Kühl

Tel: 07571 6852171

E-Mail:

www.wifoe-sigmaringen.de