Gutensteiner Geschichtsüberblick

 
Alte Ansicht von Gutenstein

Alte Postkartenansicht von Gutenstein

 

Die heutige Sigmaringer Teilgemeinde im oberen Donautal verdankt ihre Entstehung der St. Gallen lehenbaren Burg Gutenstein. Sie war Sitz eines gleichnamigen Ministerialgeschlechts (bezeugt 1212, 1216 und 1279). Ende des 13. Jahrhunderts erwarben die Habsburger des St. Gallener Lehen von den Herren von Wildenstein.

Bereits 1292 verpfändeten die Habsburger Gutenstein mit Zubehör an die Herren von Magenbuch. Diese erhielten 1362 einen Forstbezirk um Gutenstein zugewiesen. 1398-1455 hatten dann die Herren von Ramsperg die Herrschaft inne. Ihre Nachfolger waren die Freiherren bzw. die Grafen von Zimmern.

Nach dem Aussterben des Grafengeschlechts der Zimmern 1594 fiel die Pfandschaft Gutenstein nebst Zubehör an Österreich zurück. Dieses verlieh Gutenstein 1613 an den Marktgrafen Karl von Burgau und 1621 auf Lebzeiten an den Grafen (seit 1623 Fürsten) Johann von Hohenzollern-Sigmaringen (gest. 1638). 1735 kam die Herrschaft schließlich in den Besitz des Grafen Schenk von Castell, die sie jedoch aus wirtschaftlichen Gründen an das Kloster Salem verpfänden mußte. Die Obervogtei wurde der Herrschaft Stetten am kalten Markt eingegliedert.

Die Herrschaft Gutenstein wurde 1805 der württembergischen und 1810 der badischen Landeshoheit unterstellt. Der zur Herrschaft gehörige Ort Ablach gelangte 1812 im Tausch mit dem Ort Rast (Gemeinde Sauldorf) unter hohenzollerisch-sigmaringische Landeshoheit. 1813 gehörte das Dorf Gutenstein zum Bezirksamt Meßkirch, 1824 zum Amt Pfullendorf und 1936 zum Bezirksamt Stockach. Im Zuge der Komunalreform wurde das Dorf Gutenstein 1974 der Stadt Sigmaringen eingemeindet. 1977 wurde dann der Ortsteil Thiergarten der Gemeinde Beuron zugewiesen.

 

Wappen von Gutenstein:

Wappen von Gutenstein