Die Geschichte von Jungnau

Jungnau hat eine sehr bewegte Vergangenheit. Bereits in der Bronzezeit (800 v. Chr.) war diese Gegend besiedelt. Die Kelten fühlten sich hier ebenfalls wohl. Als dann Jahrhunderte später die Römer durch die Alemannen zurückgedrängt wurden, gründeten diese Ortschaften mit der Endung „ingen“. Rund um Jungnau entstanden damals viele Weiler, die bis heute durch Flurnamen erhalten sind. Im Jahre 1200 wurde die Burg Schiltau erstmals erwähnt. Reste dieser Burg sind heute noch hinter der Traube zu sehen.

 

  Bereits 1333 entstand die Burg Jungenowe auf dem 
  gegenüberliegenden Felsen.Diese Konstellation mit zwei Felsen,
  zwei Burgen ist wohl weiterhin einmalig für die damalige Zeit. Die
  Herren von Jungingen verkauften ihren Besitz bereits im Jahre 
 1367 an die Herren von Reisach.
  Zur damaligen Zeit gehörten zur Herrschaft Jungnau umfangreiche 
  Besitzungen rund um Jungnau. Diese fielen, nachdem das 
  Geschlecht der Reischacher 1418 ausstarb, an die Herren von
  Werdenberg. Die Tochter des letzten Grafen von Werdenberg, der
  im Schloss Sigmaringen 1534 starb, war mit dem Grafe 
  von Fürstenberg verheiratet. Somit erhielten die Grafen und
  späteren Fürsten zu Fürstenberg Jungnau als Erbe. Jungnau
  wurde Obervogteiamt, das es bis 1840 blieb. 1806 kam die 
  Herrschaft der Fürsten von Fürstenberg unter die Hoheit von
  Hohenzollern Sigmaringen.
  Die Gemeinde Jungnau erwarb 1841 das Schloss und brach es 
  bis auf den Bergfried ab. Es entstand ein neues Rathaus mit
  Schule.
  1974 wurde Jungnau im Zuge der Gemeindereform in die
  Kreisstadt Sigmaringen eingemeindet.