Chronik der Kirche

Kirchlich gehörte Unterschmeien zur Pfarrei Laiz, heute zu Sigmaringen. Jahrzehnte wurde das Dorf von den Franziskaner Pater vom Kloster Gorheim bis ins 2002 betreut.
Eine Kapelle wurde erstmals 1719 errichtet und 1733 der heiligen Anna geweiht

„Am 4. Dezember 1723 heißt es, die Kapelle sei vor etlichen Jahren erbaut, aber noch nicht eingeweiht. Der Fürst schickte dann den Schultheißen von Unterschmeien an den Weihbischof von Konstanz mit einem Begleitschreiben, man möge, wenn ein Bischof in die Gegend komme, bei dieser Gelegenheit die Kapelle weihen“. Das geschah am 17. September 1733 durch den Weihbischof Franz Josef Anton von Sirgenstein. Gleichzeitig firmte er 65 Schmeier
1897 wurde das einschiffige Gebäude um etwa 5 Meter nach Westen erweitert und ein Glockentürmchen über dem Westgiebel errichtet.
Die Hohenzollerische Volkszeitung berichtet am 23. April 1897 von der feierlichen Grundsteinlegung zwei Tage zuvor, dem Ostermontag, durch den Dekan Sauter aus Hausen a.A., dem dabei neben dem Geistlichen Revisor Hinger, der aus Unterschmeien stammende Vikar Fridolin Westhauser, assistierte. Die Zeremonie war sehr feierlich, denn fünf Geistliche aus der Nachbarschaft sangen abwechselnd mit den Klerikern aus Gorheim, dem Männerchor Unterschmeien und einigen Lehrern aus der Umgebung Psalmen und die Allerheiligenlitanei.Die Innenausstattung stammt aus dem 18. und 19. jahrhundert, und der Altar vom Ende des 17. jahrhundert soll ursprünglich an der Annakapelle in Sigmaringen gestanden haben. Das Tabernakel und die vier Evangelisten (um 1720) standen früher in der Kirche in Gutenstein. Leider wurden diese vier Evangelisten gestohlen und mussten durch Nachbildungen ersetzt werden.

Das Altarblatt mit der Darstellung der heiligen Sippe malte 1833 der aus Sigmaringen stammende Nepomuk Lutz.