Geschichte, die fasziniert!

Kultur und Geschichte sind in der Hohenzollernstadt Sigmaringen untrennbar miteinander verbunden.

Was wäre die Stadt ohne das Schloss, das Schloss ohne die zahlreichen Kunstschätze und Zeugnisse aus früheren Jahrhunderten, die es beherbergt?

Auf Schritt und Tritt begegnen dem Besucher in der Stadt spannende Zeugnisse aus der älteren und jüngeren Vergangenheit, wie zum Beispiel barocke Kleinode in Form der Stadtpfarrkirche St. Johann oder der Josefskapelle, herrschaftliche klassizistische Gebäude in der Karlstraße oder der im englischen Stil angelegte Prinzengarten im Herzen der Stadt.

Gehen Sie auf Entdeckungsreise und tauchen Sie ein in die spannende Geschichte der Stadt!

Was früher war, ist auch heute noch zu spüren: Ein Hauch von Stil und Charme. Erinnerungen an längst vergangene Zeiten. Auch wenn wir nur aus der Historie berichten können; vielleicht wird sie ja wieder wach       - die Zeit der Eleganz, Fräcke, Zylinder, Kostüme und Damenschirme..., des geruhsamen Flanierens in unserer Stadt.

Das Jahr 1535, Sitz der Grafen und späteren Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen.

Die Stadt wurde gräflicher Wohnsitz, residenziales Flair begann sich zu entfalten. Mehr noch. Seit 1805 war Sigmaringen zudem Hauptstadt der Zollerschen Lande, bevor es 1850 preußisch und damit auch zum Verwaltungssitz des preußischen Regierungspräsidenten wurde. Eine Epoche, die bis 1945 anhielt.
Prägend - nicht nur historisch, sondern auch für das Stadtbild, das von der Architektur des 19. und frühen     20. Jahrhunderts bestimmt wird.

Ein Beispiel dafür ist das Schloss, das in jener Zeit umgebaut und erweitert wurde. Unter anderem war es Fürst Karl Anton, der für seine Kunstsammlungen ein Museum anbauen (1862-67) ließ. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts erfolgten Neugestaltungen, die ursächlich auf den großen Brand (1893) zurückzuführen sind.

Nur wenige Schritte entfernt zeigt sich mit dem Leopoldplatz, dem Prinzenbau sowie dem Stände- und Landeshaus ein weiteres, typisches Ensemble. Zeitzeugen, die ihren Charme bewahrt haben. Mittelpunkt des Quartetts ist der Leopoldplatz. 1837 angelegt prägt ihn das Reiterstandbild seines Namensgebers, des 1905 verstorbenen Fürsten Leopold von Hohenzollern. Der Leopoldplatz wird an zwei Seiten von Prinzenbau und Ständehaus eingerahmt.

Der Prinzenbau geht auf das Stadtpalais der Fürstin Amalie Zephyrine zurück. Wie damals oft wurde auch er vielfältig umgestaltet (19. Jahrhundert). Im Hintergrund lockt der Prinzengarten. Ein Kleinod nach englischem Vorbild, das damals wie heute zum Verweilen einlädt.

Typisch in ihrer Ausprägung und genau so formvollendet präsentieren sich Stände- und Landeshaus. Erstgenanntes wurde 1846 als Parlamentsgebäude für das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen errichtet. Nachdem die Fürsten der Revolution (1848-49) zu Folge ihr Land an den König von Preußen abgetreten hatten, wurde der Komplex als Behörden- und Gerichtsgebäude genutzt. Das nahe Landeshaus beherbergte seit 1891 den Kommunallandtag des preußischen Regierungsbezirkes.

Ein Spiegelbild damaliger Zeit ist auch die Karlstraße; vom Leopoldplatz aus nicht zu verfehlen und gesäumt von zahlreichen, repräsentativen Bauwerken. Hier wurden zwischen 1839 und 1848 unter anderem das Regierungsgebäude, die Fürstliche Hofkammer und das Prinzessinnen-Palais errichtet. Um 1870 entstanden das Fürstliche Archiv, das Rentamt sowie einige Wohngebäude für Beamte. Die evangelische Kirche, 1862 eingeweiht, reiht sich in das imposante Bild der Karlstraße ein.

Wer vom Leopoldplatz die Karlstraße gut 700 Meter entlang spaziert, entdeckt an deren Ende die Hedinger Kirche. Eindrucksvoll - und seit 1844 die Grablege der Fürsten von Hohenzollern.